Candy Welz · Knoche 2016

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  • 23. Juli 2018 — Trippelschritte in die richtige Richtung – Neues zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts in Deutschland

    Beschädigte Bücher der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Foto: Constantin Beyer © Klassik Stiftung Weimar

    Der Zustand der kulturellen Überlieferung in deutschen Bibliotheken, Archiven und Museen gibt schon lange Anlass zur Sorge. In den Bibliotheken zerbröselt ein Teil der Bücher, wenn man sie benutzen will, weil ihre Papiere Holzschliff mit bestimmten säurebildenden Substanzen enthalten. Ein anderer Teil ist nicht mehr zu handhaben, weil gebrochene Buchrücken und aufgelöste Bindungen, ein- und ausgerissene, abgegriffene oder sonst beeinträchtigte Seiten die Lesbarkeit behindern. Ungenügende Lagerbedingungen kommen zu den materialbedingten Zerfallsprozessen und Benutzungsschäden hinzu. Wegen unzureichender Ressourcen sind wichtige Bestände unbenutzbar und der Forschung entzogen. Die Gefahr, dass einzelne Bibliotheken etwa säurehaltige Zeitungen und andere beschädigte Bestände gleich ganz entsorgen, ist sehr real.

    Die Einsicht, dass es so nicht weitergehen kann, ist auch in der Politik angekommen. So findet sich im Koalitionsvertrag der Bundesregierung 2018 dazu eine Absichtserklärung: »Wir setzen die Programme zum Erhalt des schriftlichen Kulturgutes fort. Unser kulturelles Gedächtnis muss im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Zerfall gerettet werden.« Klingt etwas wolkig, aber der Satz hilft, die Aktivitäten der zuständigen Fachministerin auf diesem Feld zu legitimieren.

    Spätestens seit 2015 kennen nicht mehr nur die Experten, sondern auch die Öffentlichkeit und die politischen Akteure die Aufgabenfelder zur Sicherung des schriftlichen Kulturguts sehr genau. Denn mit den »Bundesweiten Handlungsempfehlungen« liegt eine umfassende Bilanz zu Schäden und Gefahren für die schriftliche Überlieferung in Archiven und Bibliotheken Deutschlands vor. Gleichzeitig beschreibt das sparten- und länderübergreifende Gesamtkonzept in aller Deutlichkeit, welche Maßnahmen Bund und Länder ergreifen sollten.

    Der Bund, das heißt der »Beauftragte für Kultur und Medien beim Bundeskanzleramt« (BKM), hat zusammen mit der Kulturstiftung der Länder vor acht Jahren die Initiative ergriffen. Seither konnte die neu eingerichtete kleine, aber taff operierende »Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts« (KEK) mehr als 250 Modellprojekte zum Originalerhalt fördern. Für dieses Programm zugunsten der Archive und Bibliotheken wurden über die Jahre hinweg 3,3 Mio. Euro ausgezahlt.

    Das Geld hat den Bedarf bei weitem nicht decken können. Denn der Mehrbedarf über das hinaus, was durch die öffentlichen Haushalte finanzierbar ist, beträgt pro Jahr allein bei den Bibliotheken 15 Mio. € und bei den Archiven 37 Mio. €. Staatsministerin Monika Grütters (BKM) hat 2017 auf diese offenkundige Schere zwischen Ist und Soll reagiert und noch einmal 1 Mio. € zusätzlich freigemacht, damit in Archiven und Bibliotheken Akten und Bücher leichter entsäuert, gereinigt und schutzverpackt werden konnten. Es geht in diesem Sonderprogramm nicht um Modellprojekte oder Einzelrestaurierung, sondern nur um Mengenverfahren.

    In diesen Tagen erreicht uns die erfreuliche Nachricht, dass dieses Sonderprogramm um weitere 1,5 Million Euro aufgestockt wird. Nun stehen von Seiten des Bundes insgesamt 2,5 Millionen Fördermittel zur Verfügung. Da die Bundesmittel an eine Kofinanzierung durch ein Bundesland oder andere Unterhaltsträger von 50 Prozent gebunden sind, können 2018 insgesamt 5 Millionen Euro zusätzlich in Mengenverfahren für den Originalerhalt investiert werden.

    Der Wermutstropfen für die Einrichtungen besteht darin, dass auf Grund der verzögerten Regierungsbildung die zusätzlichen Finanzmittel erst Ende Juni freigegeben werden konnten, aber bis Jahresende schon ausgegeben sein sollen. Das heißt, in diesen Tagen, wo die halbe Nation Urlaub macht, werden in den Bibliotheken und Archiven Anträge geschrieben und in den Ländern, Kommunen, Kirchen oder Stiftungen Mittel zur Komplementärfinanzierung gesucht. Die Gelder sind zur Jahresmitte normalerweise längst verplant. Anmeldeschluss ist Freitag, der 27. Juli.

    Anschließend beginnt das Begutachtungsverfahren, und im September ist mit den Bewilligungen zu rechnen. Dann bringen die Einrichtungen die Ausschreibungen auf dem kleinen Markt der kommerziellen Dienstleister auf den Weg, schließlich wird ein Auftrag erteilt und mit den Arbeiten begonnen. (Falls die überforderten Firmen überhaupt in der Lage sind, Angebote abzugeben.) Auf Seiten der Bibliotheken müssen gleichzeitig Qualitätssicherungsverfahren laufen und z.B. die Logistik der Magazine angepasst sowie Dokumentationsaufgaben im Hinblick auf die behandelten Bücher erledigt werden. Aber im Dezember soll schon Vollzug gemeldet werden. Ein verrücktes System mit Stress auf allen Seiten, aber angeblich erlaubt das Haushaltsrecht keine bessere Planung und überjährige Ausgabe der Mittel.

    Das Verfahren zur Ausreichung der Mittel ist suboptimal. Aber der erstmals spürbare Wille auf allen Ebenen, auf dem Weg der Kulturguterhaltung endlich weiterzukommen, ist ein gutes Zeichen. Dabei erweist sich, dass die neu verfügbaren BKM-Sondermittel in einigen Bundesländern eigene Anstrengungen auslösen oder befördern. Aber das Sonderprogramm muss jetzt in ein robustes Förderprogramm verwandelt werden, um das schriftliche Kulturgut in länderübergreifender Zusammenarbeit nachhaltig zu sichern. Die Originalerhaltung, die in Deutschland auch im Vergleich zu anderen europäischen Staaten im Rückstand ist, muss endlich Fortschritte machen, nicht nur in Trippelschritten.

    Website der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts http:/​/​schriftgutschuetzen.kek-spk.de/​

    Michael Knoche

  • 16. Juli 2018 — Qatar National Library – von Null auf Hundert

    Claudia Lux (zweite von links) mit Besuchern vor dem Gebäude der Qatar National Library

    Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit in der westlichen Hemisphäre wurde vor einigen Wochen in Doha eine bemerkenswerte neue Bibliothek eingeweiht – die Nationalbibliothek Katars. Sie liegt am Rande der Großstadt in der sogenannten Education City, wo die Nationaluniversität, aber auch zahlreiche internationale Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihren Sitz haben und wo vor einigen Jahren noch öde Steinwüste war. Die Qatar National Library verfügt über eine Fläche von 46.000 qm, ist also etwa fünfmal größer als die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Architekt des spektakulären, rhombusförmigen Gebäudes mit silberfarbener Außenhaut ist Rem Koolhaas.

    Die Sammlung der Bibliothek umfasst schon bei der Eröffnung mehr als eine halbe Million Bücher in Englisch, Arabisch und anderen Sprachen, die, nach Fachgebieten geordnet, zum größeren Teil frei zugänglich in den Regalen stehen. Gleichzeitig wird mit beeindruckendem Tempo eine digitale Bibliothek aufgebaut, für die schon über 150 Nationallizenzen erworben wurden. Nationallizenz bedeutet in diesem Fall, dass jeder angemeldete Nutzer auch auf die elektronischen Ressourcen, die von den internationalen Verlagen teuer lizenziert wurden, von jedem Punkt des Landes, selbst von seiner Privatwohnung aus, zugreifen kann. Die digitale Bibliothek wurde schon einige Jahre vor der Fertigstellung des Gebäudes freigeschaltet und hat dazu geführt, dass schon im voraus mehrere zehntausend Leser registriert waren.

    Die Spezialsammlung zum kulturellen Erbe bildet einen eigenen besonders inszenierten Bereich des Gebäudes und zählt etwa 70.000 Objekte der arabischen und islamischen Zivilisation, darunter Handschriften, frühe gedruckte Bücher, historische Karten, Globen, Fotografien und wissenschaftliche Instrumente.

    Nur für die alten Bestände gab es Vorläufereinrichtungen. Die übrige Sammlung wurde erst in den letzten fünf, sechs Jahren zusammengetragen. Auch alle Dienstleistungen, die Organisationsstruktur, die personelle Besetzung wurden parallel zur Bauplanung realisiert. Diese gigantische Planungsleistung nötigt jedem, der das Ergebnis sieht – eine der modernsten und attraktivsten Bibliotheken überhaupt –, höchsten Respekt ab. Projektdirektorin des gewaltigen Unternehmens war von 2012 bis 2017 Claudia Lux, die frühere Generaldirektorin der Zentral- und Landesbibliothek Berlin und ehemalige Präsidentin des Weltverbandes der Bibliotheken IFLA.

    Es ist bemerkenswert, dass in unseren Tagen, wo einige Schlaumeier die Bibliotheken angesichts des Internets für obsolet erklären (zuletzt Pius Knüsel in der NZZ am Sonntag vom 7.7.2018), eine Bibliothek dieser Dimension neu gegründet wird. Die Geldgeber der Bibliothek sind davon überzeugt, dass die Ressource Wissen für die Gesellschaft der Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielt, selbst in ihrem heute noch rohstoffreichen Land, und dass gerade eine Bibliothek der Motor des Wandels sein kann.

    Auch die Konzeption der Bibliothek ist bemerkenswert. Sie übernimmt neben den klassischen Aufgaben einer Nationalbibliothek zugleich Funktionen einer Forschungs-, Universitäts- und einer zentralen Stadtbibliothek mit Kinder- und Jugendabteilung. Eine solcherart integrierte Gesamtbibliothek hat es bisher noch nirgendwo gegeben, und die bibliothekarische Gemeinschaft sollte sehr genau studieren, wie das Experiment in Doha funktioniert.

    Noch etwas anderes ist interessant. Die Nationalbibliothek hat in den letzten Jahren zusammen mit der British Library eine große Digitalisierungskampagne durchgeführt. Die in London bisher nur grob erschlossenen Archivalien der Ostindien-Kompanie und anderer Institutionen der britischen Kolonialmacht am Golf wurden aufbereitet und nun zugänglich gemacht. Auch wertvolle arabische Handschriften des Mittelalters gehören zum Projekt. Damit erhalten die Nutzer per Open Access Zugriff auf wichtige Quellen der eigenen Geschichte, die ihnen bisher vorenthalten oder zumindest schwer erreichbar waren. Dieses Kooperationsprojekt zeigt einen Weg auf, Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten wieder in den wissenschaftlichen und kulturellen Diskurs des Herkunftslandes zurückzuführen, ohne auf die Verhandlungsergebnisse der großen Politik über die Rückgabe von Kulturgütern warten zu müssen.

    Man mag viele Gründe sehen, dem politischen Kurs von Katar mit seinen 2,7 Mio. Einwohnern, darunter 90 % Ausländer, kritisch gegenüber zu stehen (absolute Monarchie, Frauenrechte, Arbeitsbedingungen der fremdländischen Bauarbeiter, Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2022 usw.) Man muss Katar aber auch in dem streng islamischen Kontext seiner Nachbarländer sehen, aus dem es spürbar heraussticht und in dem es inzwischen sogar isoliert ist. Goethe jedenfalls hätte die Bibliotheksgründung gefallen. Er hat die Bibliotheksarbeit als das »friedlichste sittlichste Bildungsgeschäft« bezeichnet.

    Michael Knoche

  • 09. Juli 2018 — Biblioteca Apostolica Vaticana – die Büchertrutzburg

    Biblioteca Apostolica Vaticana – einen Spalt breit geöffnet

    Als Robert Darnton am 27. April 2016 in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek seinen Vortrag Digitize, democratize hielt, führte er auch eine ganze Reihe von Bildern vor, die den Festungscharakter alter Bibliotheken eindrucksvoll belegten. Da waren mächtige Eisengittertore zu sehen, die den Bibliothekseingang abriegelten, abweisende Hinweisschilder, riesige Vorhangschlösser und dicke Mauern, auf denen zusätzlich noch verdrillte Drähte mit scharfkantigen Spitzen potentielle Einbrecher abschreckten.

    Die Biblioteca Apostolica Vaticana gehört zu den bestgesichertsten Bibliotheken der Welt. Hier liegen einige der kostbarsten Manuskripte unserer kulturellen Überlieferung, frühe Bibeltexte, z.B. der »Codex Vaticanus«, eine Abschrift von Dantes Göttlicher Komödie, illustriert von Sandro Botticelli, oder Teile der Biblioteca Palatina aus Heidelberg. Hier werden fast 2 Mio. Druckschriften, davon 800.000 vor 1900 erschienene Drucke, 100.000 Handschriften, 200.000 Autographen, 70.000 Karten und Stiche, sowie 300.000 Münzen und Medaillen aufbewahrt. Als Gründungsjahr – nach Vorläufern in Antike und Mittelalter – gilt 1475 (Papst Sixtus IV.).

    Der heutige Bibliotheksbau entstand gegen Ende des 16. Jahrhunderts und wurde 2007 bis 2010 umfassend saniert und mit neuester Technik ausgestattet. Er befindet sich in demselben Teil des Päpstlichen Palastes wie die Vatikanischen Museen und das Geheimarchiv. Der Zugang erfolgt nicht über den Petersplatz, sondern die Porta di SantAnna, über die der gesamte interne Betrieb des Vatikans abgewickelt wird. Von dort geht es weiter über den Cortile del Belvedere zur Bibliothekspforte (Abb.). Um ins Arkanum vorzudringen, muss man dreimal seinen Bibliotheksausweis vorzeigen.

    Besitzt man unglücklicherweise noch keine Tessera, wie die begehrte Benutzerkarte heißt, ist der Ablauf folgendermaßen: Man erklärt der Schweizer Wache sein Anliegen, wird dann zur Passkontrolle geschickt, wo das Anliegen erneut vorzutragen ist. Dort wird der Personalausweis kopiert und einbehalten, stattdessen erhält man einen vorläufigen Besucherausweis mit der Aufschrift »Biblioteca«. Mit diesem öffnen sich die weiteren Tore, bis man vor der Segreteria steht. Dort wird man nach einer kleinen Wartezeit vorgelassen, erklärt, was man in der Bibliothek forschen will, zeigt sein Empfehlungsschreiben vor, das von einer anerkannten wissenschaftlichen Einrichtung ausgestellt sein muss, ggf. auch die Doktorurkunde und füllt einen Antrag aus. Der kopierte Personalausweis liegt dem Zulassungsbüro bereits online vor. Was noch fehlt, ist ein Foto, das an Ort und Stelle von der freundlichen Bibliothekarin selber gemacht wird.

    Dann darf man sich die Tessera wie einen Orden um den Hals hängen. Das muss man allerdings auch, weil es sich um eine Magnetkarte handelt, mit der man ständig weitere Türen öffnen oder Vorgänge abschließen muss. Selbst der Garderobenschrank öffnet sich nur mit der Tessera. Gleichzeitig lässt sich so jede Bewegung im Gebäude, das auch mittels Videokameras überwacht wird, dokumentieren. Im 3. Stockwerk angekommen, hat man kaum Zeit, die fast achtzig Meter lange Sala Leonina zu bewundern, denn man muss sich (erstaunlicherweise: handschriftlich) in eine Liste eintragen und bekommt einen von etwa 120 Leseplätzen zugewiesen. Es sind nur etwa 15 Leseplätze besetzt.

    Der Grund für die genaue Festlegung des Ortes ist ein anderer: Auf dem altertümlichen Lesetisch aus Eichenholz, an dem vier Personen bequem nebeneinander sitzen können, liegen jeweils 6 Pappkartons mit der Leseplatznummer aus, die man als Platzhalter für die aus dem Bücherbestand im Lesesaal entnommenen Werke verwenden kann. Selber zurückstellen darf man die Bücher nicht. Dadurch dass der Name des Lesers mit seinem Platz verknüpft ist, kann die Aufsicht im Zweifelsfall nachprüfen, ob alles seine Ordnung gehabt hat. Wenn man die sechs Kärtchen für sechs Bücher verwendet hat, kann man Feierabend machen.

    Oder man betrachtet einmal in Ruhe den schönen Saal mit seinem Marmorfußboden, den hohen Fenstern, freskierten Decken und imposanten Kardinalsportraits auf der einen Seite und den doppelstöckigen Buchregalen mit schätzungsweise 30.000 Bänden Handbuchbestand auf der anderen Seite. Man kann aber auch Bücher aus den Magazinen bestellen. Der Besucher aus Germania wollte sich erklären lassen, wie die elektronische Bestellung funktioniert und löste beiderseits Verwirrung aus, was er zunächst seinen Sprachkenntnissen zuschrieb, bis er begriff, dass trotz Online-Katalog und modernster RFID-Technik ein normaler Leihzettel mit vier Durchschlägen handschriftlich auszufüllen war. Pro Tag werden fünf Bestellungen auf magazinierte Literatur angenommen, davon dürfen nur drei gleichzeitig benutzt werden.

    Insgesamt umfasst das Regolamento für die Benutzung sechs engbedruckte Seiten. Man liest mit Genugtuung, dass der Gebrauch von Mobiltelefonen untersagt ist, Essen und Trinken sowieso, aber auch, dass die Leser angemessene Kleidung tragen müssen. Bücher werden nicht aus dem Haus verliehen, es sei denn, man ist Papst. Leider ist auch Fotografieren verboten. An den Wochenenden und zwei Monate im Sommer ist die Bibliothek ganz geschlossen. Ein eigenes Kapitel behandelt die Sanktionen, die der böswillige oder nur widerspenstige oder allzu trottelige Bibliotheksbenutzer zu erwarten hat.

    Wie auf dem Foto zu sehen ist, ist das Portal der Vatikanischen Bibliothek nur einen Spalt breit geöffnet. Unverkennbar sind die Ansätze, den Lesern die Arbeit im Haus zu erleichtern und den Aufenthalt konfliktfrei zu gestalten. Aber manche Regelungen erinnern an die Zeit, als die Bibliothek nur den Mitgliedern der Kurie zur Verfügung stand und ein weltliches Wesen fast nie in ein Buch schauen durfte. Die heutige Öffnung für die Gelehrtenwelt ist anscheinend nur mit einem Übermaß an Kontrollmechanismen zu erkaufen. Doch nach der Wiedereröffnung im Jahr 2010 sind die Benutzungszahlen rapide gesunken.

    Es handelt sich bei dieser Büchertrutzburg freilich um eine der größten Schatzkammern für Schriftgut überhaupt und die vielleicht letzte Bibliothek, die ihr Selbstverständnis ausschließlich aus ihrem großartigen Bestand ableitet. Das hat auch etwas Erfrischendes in einer Zeit, in der sich Bibliotheken ganz dem Servicegedanken verschrieben haben und konzeptionslos jedem Wunsch ihrer Benutzer hingeben.

    Michael Knoche

  • 02. Juli 2018 — Thomas Bürger – Auszüge aus einer Laudatio

    Thomas Bürger am 30.9.2016 in Weimar. Foto Candy Welz © Klassik Stiftung Weimar
    Zum Abschied aus dem Amt des Generaldirektors der Sächsischen Landesbibliothek/​Staats- und Universitätsbibliothek Dresden am 2. Juli 2018

    Ich weiß, dass Thomas Bürger Sorge hat, dass heute zu viel von seiner Person die Rede sein werde. Deshalb habe ich mir für die folgenden Ausführungen die allgemeine Fragestellung zu erörtern vorgenommen, welche Eigenschaften ein Bibliothekar eigentlich mitbringen oder allmählich ausbilden muss, um in seinem Amt erfolgreich zu sein. Wenn ich dabei doch an der einen oder anderen Stelle auf die Person Bürgers zurückkommen muss, liegt das in der Natur der Sache. Beginnen wir also die induktive Analyse dieser allgemeinen Fragestellung bei der Berufswahl.

    Nun ja, der Einfachheit halber halten wir uns hier schon an das Beispiel Thomas Bürgers. Er schildert sein Erweckungserlebnis als Bibliothekar so:
    »Als ich Ende 1975 als studentische Hilfskraft zur Vorbereitung der Ausstellung Simplicius Simplicissimus – Grimmelshausen und seine Zeit zeitgenössische Barockliteratur in Wolfenbüttel ermitteln sollte, zeigte mir [Martin Bircher] prompt die Widmungsexemplare der Barockautoren an Herzog August von Braunschweig-Lüneburg, den Patenjungen des Dresdner Kurfürsten August, sämtlich aus dem 17. Jahrhundert, und – als sei das noch nicht eindrucksvoll genug – auch noch die Regale mit Lessings Schriften, auf denen kurioserweise Lessings Spazierstock lag. Dies war für einen an Reclam-Hefte gewöhnten Studenten einer Massenuniversität eine Sternstunde, in der ich mir plötzlich vorstellen konnte, Bibliothekar zu werden – was ich bis dahin für einen unvorstellbar schrecklichen Beruf hielt.«

    2013 sagt Bürger in einem Interview auf die Frage: »Wofür würden Sie Ihren Job an den Nagel hängen?« »Wahrscheinlich für nichts. Die Vielseitigkeit entschädigt für die Anstrengungen.« Was soll dieses »Wahrscheinlich« heißen? Es hört sich befremdlich an, aber man darf es nicht missverstehen. In dem »Wahrscheinlich« klingt keineswegs ein Zweifel an der eigenen Berufung an, sondern nur der intellektuell gebotene Vorbehalt, dass man nie alle Konstellationen der Zukunft vorhersehen kann. Wahrscheinlich wollte sich Thomas Bürger nur die Möglichkeit offenhalten, ggf. auch Late Night Show Master zu werden oder Kurienkardinal, Thomas Kardinal Bürger, wenn das entsprechende Angebot kommt.

    Zum Beruf des Bibliothekars kam Bürger also von den materialbezogenen Fragestellungen seiner literaturgeschichtlichen Studien. Er betrachtete die Bibliothek als Instrument, um seine wissenschaftlichen Fragen beantworten zu können. Kein Wunder, dass seine erste Anstellung an einer Forschungsbibliothek und nicht an einer Universitätsbibliothek erfolgte, und zwar zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, erst später als wissenschaftlicher Bibliothekar. An der Herzog August Bibliothek hat er sich am 46bändigen Katalog der Deutschen Drucke des Barock beteiligt und mit dem legendären Martin Bircher so manches andere schöne Projekt ausgeheckt. Doch in Wolfenbüttel hatte er gar nicht viel Zeit für seine germanistischen Forschungsinteressen.

    Sein literaturwissenschaftliches Interesse gab seinem bibliothekarischen Tun von Anfang an eine klare Ausrichtung. Er litt ja nicht unter irgendeinem Ordnungszwang, den er ausleben musste und dessen Bibliothekare früher gerne verdächtigt wurden. Vielmehr wollte er etwas mit der Bibliothek erreichen. Als erste wesentliche Voraussetzung für ein erfolgreiches Wirken als Bibliothekar kann also festgehalten werden: Man braucht eine klare Vorstellung davon, was die Bibliothek können soll und was nur die Bibliothek leisten kann. Man braucht eine Idee der Bibliothek.

    Berührungsängste kennt Bürger nicht: Er kann auf Menschen zugehen, ihre Befindlichkeiten ernst nehmen, ihnen Mut machen, ihnen aber auch die Meinung sagen, – wie ich das in dieser Kombination vorher nur bei einem erlebt habe: seinem Mentor und Freund Paul Raabe. Wenn Bürger zornig wird, was selten einmal passiert, merkt man ihm an, dass er es eigentlich gar nicht sein will und nur nicht umhin kommt. Viel lieber ist er gut gelaunt. Im Gegenzug wird er nicht nur geachtet, sondern gemocht. Auch deshalb konnte das Wunder geschehen, dass aus diesem anfänglich bürokratischen Monstrum Sächsische Landesbibliothek/​Staats- und Universitätsbibliothek Dresden – allmählich könnte man einmal einen schöneren Namen finden – dass aus diesem Gebilde ein funktionierendes Ganzes geworden ist.

    Wenn wir nun Punkt 2 einer Voraussetzung für einen erfolgreichen Bibliothekar verallgemeinern wollen, würde ich sagen: Der Akteur darf nicht zu selbstbezogen sein, sonst versperrt er sich den Blick für die Menschen, mit denen er es zu tun hat (und in einer Bibliothek geht es entgegen anderslautender Behauptungen immer um Menschen). Er muss geradezu Lust haben, sich auf sie einzulassen. Nur eine Zusammenarbeit, die solcherart beseelt ist, funktioniert wirklich, wie man hier sehen kann.

    Leider, lieber Thomas, hilft auch für die weitere Untersuchung der Blick auf Deinen Lebensweg am besten. Was für Bürger ab 2003 im neuen Amt des Generaldirektors hinzukam, war die Aufgabe, den Nutzen der vereinigten Bibliotheken für die Universität, das Land und darüber hinaus zu steigern und die SLUB – auch die Abkürzung geht mir kaum über die Lippen – wieder auf einen Champions League-Platz in der Bundesliga der Wissensinstitutionen zu führen. Dazu mussten die internen Strukturen so angepasst werden, dass die Innovationsfreude auf allen Ebenen begünstigt, Dienstleistungen verbessert und Drittmittelprojekte in großem Stil ermöglicht werden konnten.

    Das alles hatte unter den deprimierenden Umständen eines wieder und wieder gekürzten Stellenplans zu geschehen, eine Bedingung, wie sie keiner anderen deutschen Bibliothek bei gleichzeitig so hohen Erwartungen von Politik, Öffentlichkeit und Wissenschaft auferlegt war, und die auch keine andere tatsächlich geschultert hätte. Man darf sich aber auch einen Moment der Vorstellung hingeben, was ohne dieses Handicap darüber hinaus in Dresden möglich gewesen wäre.

    Bürger hat wesentliche Impulse dafür gegeben, dass die deutsche Barockliteratur und die deutsche Literatur des 18. Jahrhunderts der Forschung mit neuen Konzepten zugänglich gemacht, die Erhaltung der historischen Bestände in den deutschen Bibliotheken und Archiven auf die Tagesordnung gesetzt, Kulturgutschutz und Notfallvorsorge ernstgenommen, die Digitalisierung der Zeitungen systematisch begonnen wurden, der deutsch-russische Bibliotheksdialog nicht zum Erliegen kam, die sächsischen Bibliotheken besser als in anderen Bundesländern zusammenwirken, die Informationsinfrastrukturen in Deutschland weiterentwickelt werden und vieles anderes mehr, was in der Aufzählung ermüdet, aber im Einzelnen von großer Wichtigkeit war und von der Weite seines Blickes zeugt.

    Er hat sich auch nicht gescheut, politisch Position gegen Pegida, Fremdenfeindlichkeit und geschlossene Weltbilder zu beziehen, wenn etwa wissenschaftlich begründete Warnungen vor dem Klimawandel geleugnet werden. Auf dem March for Science hat er öffentlich seine Grundüberzeugung vertreten:

    »Alle Menschen auf allen Kontinenten sollen freien Zugang zum Wissen erhalten, denn sonst wird die Kluft zwischen arm und reich, zwischen Gebildeten und digitalen Analphabeten nicht kleiner, sondern größer. Information ist eine öffentliche Aufgabe, sie bedarf mehr denn je demokratischer Kontrolle und Transparenz. Information darf weder zur Ware noch zur Propaganda verkommen.«

    Die dritte Eigenschaft, die einen erfolgreichen Bibliothekar ausmacht und die wir hier in nuce vor uns haben, scheint mir die Fähigkeit zum strategischen Denken zu sein, und zwar was die Position der eigenen Institution, aber auch die Welt des Wissens insgesamt betrifft. Denn wir sehen Thomas Bürger in verschiedenen Zusammenhängen als einen politisch denkenden Bibliothekar, dem praktische Urteilskraft und kluge Folgenabschätzung gleichermaßen zu Gebote stehen.

    Aber wirklich erfolgreich kann ein Bibliothekar nur sein, wenn zu den drei Voraussetzungen noch ein kleine Zutat hinzukommt, das Tüpfelchen auf das i, so wie das beste italienische Essen nichts ist, wenn es nicht durch ein gutes Dessert, ein mit leichter Hand serviertes Tiramisu gekrönt wird: Das sind Selbstironie, Humor und Witz. Erst diese Eigenschaften machen den Umgang mit ihm zu einem Vergnügen, das jedermann sucht.

    Bürger verfügt über diese Eigenschaften, selbst in feierlich-staatstragenden und objektiv-traurigen Situationen. Ich vergesse nicht, wie er in seiner Grabrede auf den Erzprotestanten Paul Raabe die Trauergemeinde hat erblassen lassen, als er von den Engeln im Himmel sprach, die sich nun darauf freuten, durch einen kompetenten Sterblichen ihr himmlisches Bibliothekswesen neu organisiert zu bekommen, was dann zum Weinen und Lachen gleichermaßen angestiftet hat.

    Ich komme zum Schluss. Wir haben im allgemeinen untersuchen wollen, welche Eigenschaften nötig sind, um als Bibliothekar erfolgreich zu sein, und sind dabei immer wieder auf das Beispiel Bürger zurückgefallen, wie die Kugel beim Kegeln, die doch lieber in die Seitenrille rollt, als auf der Bahn zu bleiben. Wir haben gesehen, wie er zunächst als Wissenschaftler eine Idee von der Bibliothek ausgebildet und sodann eine glückliche Hand bewiesen hat, mit Menschen umzugehen. Schließlich hat er seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, strategisch und politisch zu denken, ohne dabei bierernst zu werden. So hat Thomas Bürger gezeigt, was es heißt, im Beruf des Bibliothekars erfolgreich zu sein. Man kann dabei auf den Gedanken kommen, dass es sich eigentlich um einen sehr schönen Beruf handelt.

    Aber wenn wir ganz aufrichtig sein wollen, müssen wir noch auf ein Geheimnis zu sprechen kommen, das sich nicht auf den ersten Blick enthüllt: Thomas Bürger hat den Beruf des Bibliothekars nämlich gar nicht ausgeübt, er hat ihn verkörpert. Person und Sache bilden bei ihm eine Einheit. Das ist auch der Grund für die besondere Dankbarkeit, die wir ihm heute schuldig sind.

    Michael Knoche

  • 25. Juni 2018 — Elegie auf den roten Briefkasten

    Roter Briefkasten in Termini, Rom

    Für jeden, der früher Italien bereist hat, war der rote Briefkasten der italienischen Post ein Gegenstand froher Aufmerksamkeit. Er war schön anzuschauen in seiner leuchtend roten, leicht konvexen, gusseisernen Erscheinung mit seinen beiden Öffnungen (eine für die innerstädtische Post, eine für alles andere), die so konstruiert sind, dass man nichts mehr herausbekommt, was je durch den Spalt geschoben wurde. Der rote Briefkasten war auch das wichtigste Bindeglied zur Heimat.

    Um späteres verzweifeltes Suchen zu vermeiden, achtete man tunlichst schon beim Bummeln durch die Straßen darauf, wo sich ein solcher Apparat befand, dem man später einmal die noch zu schreibenden Ansichtskarten anvertrauen könnte. Wenn man sich den Standort nicht rechtzeitig gemerkt hatte, hielt man klugerweise in der Nähe von Bars oder Tabakläden Ausschau danach. Das Nachfragen bei Passanten scheiterte meist daran, dass einem die richtige Vokabel (cassetta postale) nicht einfiel.

    Wenn dann die Ansichtskarten durch den Schlitz ins Innere des Kastens gesteckt werden konnten, war die Erleichterung groß über die Erledigung dieser kleinen Bußübung für jede Entfernung von daheim. Man konnte hoffen, dass die Postkarten nach gebührendem Zeitablauf nunmehr durch einen anderen Schlitz, den des privaten Briefkastens, beim Empfänger landen und so ihre geheimnisvolle Reise durch auf- und zuschnappende Münder überstanden haben würden.

    In manchen leidenschaftlichen Fällen wurde dem roten Briefkasten sein Rang zwar durch die Telefonzelle streitig gemacht. Aber das Telefonieren von Italien nach Deutschland war lange Zeit nichts, was man ohne Not tat. So schnell, wie es nötig war, konnte man die Telefonmünzen gar nicht in den gefräßigen Apparat werfen, und alle Liebesschwüre hatten etwas Gehetztes oder wurden gar übertönt durch das dauernde Klacken der Gettoni.

    Nun ist es eine Trivialität festzustellen, dass das Ansichtskartenschreiben und das Telefonieren aus Telefonzellen wie alles andere analoge Tun aus der Mode kommt. Es ist bekannt, dass man heute, wenn überhaupt, lieber eine E-Mail oder WhatsApp mit Selfie aus dem Urlaub verschickt. Die Aktionen haben gar nichts Pflichtbewusst-Protestantisches mehr, sondern sind Marketingaktionen in eigener Sache. Aber verwunderlich ist doch, dass im heutigen Italien die Ansichtskarten noch allgegenwärtig sind.

    Es ist die Handlungskette, um sie zu versenden, die nicht mehr funktioniert. Briefmarken und Briefkästen sind in der Krise. Früher konnten die Briefmarken zusammen mit der Ansichtskarte im autorisierten Tabakladen gekauft werden. Aber entweder dürfen dies die Händler nicht mehr, oder es lohnt sich nicht mehr für sie – jedenfalls gibt es in keinem Tabakladen mehr Briefmarken.

    Die »stamps«, die man an den Kiosken oder in den Mini-Supermärkten bekommt, sind solche eines privaten Zustelldienstes (GPS), die ein Drittel teurer sind als die der italienischen Post. Wenn man sich diese hat verkaufen lassen, muss man außerdem noch begreifen, was einem Kurzzeit-Touristen selten gelingt, dass die so frankierten Karten nur in die firmeneigenen gelben Boxen geworfen werden dürfen. Die Boxen sehen ganz erbärmlich aus und haben nichts von der Würde der roten Briefkästen. Die Ansichtskarten dieses Dienstes erreichen laut Erfahrungsberichten im Netz ihre Empfänger in mehr als 50 Prozent der Fälle.

    Will man Briefmarken der offiziellen Poste Italiane kaufen, begibt man sich in ein Postamt. In den größeren Einrichtungen muss man am Eingang an einem Automaten ein Ticket mit einer Nummer lösen: und zwar ein Ticket der Kategorie Servizi Corrispondenza e pacchi. Es ist ganz normal, wenn man zunächst die falsche Kategorie, etwa Poste Impresa oder Servizi Finanziari, gewählt hat, dann reiht man sich eben von neuem in die Warteschlange ein. Einmal am Schalter, kann man seine Postkarte einfach da lassen. Aber wehe, man kauft Briefmarken auf Vorrat und schreibt die Karten erst später. Dann geht die Suche nach einem Ort, wo sie aufzugeben sind, noch einmal los.

    Zwar findet man die vertrauten roten Kästen, wenn man archäologisch geschult ist. Aber oft sind sie mit Graffiti bemalt, von Vandalen zerbeult, mit Reklame beklebt, verborgen von der benachbarten Vegetation, in der Farbe verblasst und fast rosa geworden. Manchmal steht Fuori servizio auf den Klebebändern, die sie umschließen. Wenn der Hinweis fehlt, hängt es allein von der persönlichen Einschätzung des Liebhabers dieser obsoleten Kulturtechnik ab, ob es sich um einen lebendigen oder toten Briefkasten handelt. Der Empfänger der Ansichtskarte ahnt gar nicht, welcher Dornenpfad hinter den fröhlichen Grüßen steckt.

    In Deutschland gibt es ebenfalls ein Briefkastensterben – so pathetisch muss man das Phänomen benennen. Hier montiert man die Kästen aber ab, während in Italien die Pietät vor dem einstigen zentralen Kommunikationsmittel, das ja nicht nur Grüße aufnahm, sondern manchmal auch unsere Hoffnungen, Lieben, Freuden und Sorgen davon trug, sehr ausgeprägt ist. Die roten Briefkästen werden nicht verschrottet, sie werden in einen Zustand der Agonie versetzt. Wir können sie noch finden und ein letztes Mal zärtlich berühren. Aber das Totenglöckchen kann man schon hören.

    Am 3. Juli erhöht die italienische Post erneut die Preise für einige Versendungsformen. Briefe und Postkarten kosten dann 1,10 € statt bisher 95 Cent. Lieber alter roter Briefkasten, was wird aus dir?

    Michael Knoche z. Z. Rom